Zuchtwarte

Für Fragen oder Probleme jeder Art stehen Ihnen der Hauptzuchtwart bzw. die regionalen Zuchtwarte zur Verfügung.

 

Kontaktieren Sie diese, machen Sie von deren Hilfe regen Gebrauch!

 

Aktuelle Berichte der Zuchtwarte lassen sich ebenfalls auf dieser Seite einsehen.


Hauptzuchtwart:

 

Reinhard Lawall

Tel. 06731 / 947832

(nur abends von 21.30 h bis 22.00 h erreichbar)

 

 


Regionale Zuchtwarte:

Baden-Württemberg

  

Jürgen Heil

Freiburger Str. 13

69469 Weinheim/Bergstr.

Tel. 06201 / 66547

E-Mail: juergen.heil@gmx.de


Bayern

  

Wolfgang Eckardt

Finkenweg 2-4

95192 Lichtenberg

Tel. 09288 / 6887 


Berlin-Brandenburg

und Mecklenburg-Vorpommern:

 

Dieter Marx (Organisator)

An der Muhre 88,  16767 Leegebruch

Tel. 033052 / 50512

           

Edgar Kliewe (fachlicher Betreuer)

Tentzerow 4a

17111 Hohenmocker

E-Mail: C.Kliewe@t-online.de  


Hessen

 

 Ursula Schaller

Tulpenstraße 13

64832 Babenhausen

Tel. 0175-434 3852

tulpenstrasse@t-online.de

 


Niedersachsen 

 

Lars Claussen

Bennewohlder Str. 20

25746 Heide

Tel. 0481 / 828 67 020 


Weser-Ems 

 

Herbert Uden

Fehnweg 9a

26629 Westgroßefehn

Tel. 04945 / 391


Rheinland 

  

Hans Jürgen Schneider

In den Schmitten 8

57520 Dickendorf

Tel. 02747 / 3532

E-Mail: gebrschneider@t-online.de   


Rheinland-Pfalz 

 

Celvin Waigel

Schulstr. 7

67808 Bayerfeld-Steckweiler

Tel. 0151 - 701 089 06

E-Mail: celvinwaigel@gmx.net


Westfalen-Lippe 

 

(zur Zeit nicht besetzt)


Saarland

 

Dietmar Konrad

Labachstr. 11, 66793 Saarwellingen-Reisbach

Tel.  06838 / 81400

 


Sachsen

  

Mike Vetter

 

Tel. 034355 921726

E-Mail:  dievetters@web.de


Sachsen-Anhalt

und Thüringen

 

Gerd Fichtner

Hamsterberg 3, 06188 Brachstedt

Tel. 034604 / 21089

E-Mail:  fichtner.brachstedt@gmx.de


Schleswig-Holstein 

 

Lars Claußen

Bennewohlder Str. 20

25746 Heide

Tel. 0481 / 828 67 020 


Bericht des Hauptzuchtwartes

In diesem Jahr kann ich mich nur auf die Hauptsonderschau in Hohenmocker beziehen.

 

 

Kennfarbig: Größe und Unterlinie der Tiere war in Ordnung, sie sollten aber noch mehr Anstieg zeigen. Farblich wird es immer Unterschiede geben.

 

 

Splash: Genau wie bei den kennfarbigen Orpington wird es auch hier immer Unterschiede im Farblichen geben. Wichtig ist nur die gleichmäßige Verteilung der Farbe. Sie sollten jedoch im Ganzen etwas kräftiger werden.

 

 

Silber-schwarzgesäumt: Die ausgestellten Tiere waren noch nicht ganz fertig. In den letzten Jahren waren sie etwas größer, zeigten mehr Masse. In der Zeichnung waren sie noch sehr unterschiedlich. Für die Zusammenstellung des Zuchtstammes sollte man kräftige 0,1 einsetzen, denn das Farbbild (Saum) war bei den 0,1 in Ordnung. Bei den 1,0 sollte man auf ein sauberes Zeichnungsbild (Saum geschlossener) achten. Aufpassen, dass bei 1,0 und 0,1 der Saum nicht zu breit ist, sonst wird das weiße Federfeld zu schmal und es bildet sich schneller Pfeffer im Federfeld.

 

 

Gelb: Beim gelben Farbenschlag war man sich in den letzten Jahren nicht ganz einig. Einmal wurde der dunklere Farbton vorgezogen, dann wieder der hellere Farbton. Wichtig ist die Gleichmäßigkeit der Farbe. Beim dunkleren Farbton bitte aufpassen, da wirkt oft die Flügeldecke etwas dunkler(absetzen?). Daniel Lorenzen zeigte mächtig große Tiere mit fester, glatter Feder. Besonders im Brust- und Schenkelgefieder. Die Kopfpunkte waren bei allen Tieren klasse. Nur aufpassen, dass der Anstieg bei den Zuchttieren vorhanden ist.

 

 

Schwarz: Die 1,0 waren in der festen und breiten Federn sowie im Anstieg und den Kopfpunkten klasse anzusehen. Schade, dass die Züchter Zehenlage und schiefen Rücken übersehen hatten oder bei der Tierbesprechung nicht aufgepasst haben. Besser aufpassen! Für die Zuchtstämme sollte man nur auf etwas längeren Rücken achten. Kopfpunkte, breiter Anstieg, Ober- und Unterlinie, Größe und eine schöne breite Feder waren vorhanden.

 

 

Blau-gesäumt: Hier ist es wie bei den gelb-schwarzgesäumten und den silber-schwarzgesäumten Orpington, haben wir ein schönes Taubenblau mit schmalen Saum ist es klasse. Wird der Saum etwas breiter zeigt sich im Federfeld leicht Pfeffer. Die schöne taubenblaue Farbe geht verloren und wird leicht grau. Für die Zukunft immer auf leichten, schmalen Saum achten. Zeigen die Tiere einen Braunton liegt es oft am Wetter (Regen, Sonneneinstrahlung). Hier sollte man die Feder hoch heben, wenn die Unterseite der Feder blau ist, lag es am Wetter (Untergefieder). Die 1,0 sollten etwas tiefer stehen. Eine Klasse 0,1 zeigte M. Hübbe, herzlichen Glückwunsch.

 

 

Rot: Dieser Farbenschlag ist zu wenig vertreten um große Unterschiede in den Zuchten zu vergleichen. Lawall zeigte einen 1,0 der in der Größe, Breite, Farbe und den Kopfpunkten super war. Verbesserungen in der Zucht, etwas tiefer im Stand und Rückenlänge beachten. Auch eine 0,1 war in allen Belangen eine Augenweide. Bei der Zucht sollte man beim verpaaren auf das Untergefieder achten. Tiere ohne ein leicht graues Untergefieder (nur rotbraun) setzen in der Nachzucht im Halsgefieder ab. Auch die Besichelungsfeder wird besser und fester mit Schwarzanteilen. Im Ganzen müssen sie noch etwas kräftiger werden. Aufpassen, nicht dass sie so eine lose und haarige Feder bekommen.

 

 

Gestreift: Die Tiere von Vetter-Muhovic haben mich mit ihrem Volumen sehr überrascht. (sehr große Tiere). Auch hier gilt: Beim Verpaaren auf eine breite Feder achten, da zeigt sich die Streifung besser. Bei zu schmaler Feder läuft oft das „schwarz-weiß“ ineinander, dann wirkt die Zeichnung gesperbert und nicht gestreift. Im Untergefieder muss im Flaum Zeichnung vorhanden sein.

 

 

Rebhuhnfarbig-gebändert: Dieser Farbenschlag befindet sich weiter im Aufwind, was die Züchterzahl betrifft. Bei den ausgestellten Tieren gibt es immer das gleiche Bild, schön gepflegt, Kopfpunkte, Anstieg alles vorhanden. Nur das Zeichnungsbild macht einfach große Probleme. Entweder Querbänderung oder starker heller Vorsaum bei den 0,1, schade! Die 1,0 total schwarze Brust, ich könnte euch einiges dazu schreiben. Für die Zuchtstammzusammenstellung gibt es einen Züchter der auch die kleinsten und wichtigsten Details weiß. Holt euch Hilfe bei Wilfried Großheimann,

Tel. 0201480912.

 

 

Braun-porzellanfarbig: Es gibt immer mehr Züchter in diesem Farbenschlag. Er ist etwas leichter zu züchten als ein Farbenschlag mit Saum. Hier muss das Zeichnungsbild, 3 Farben, gleichmäßig verteilt sein. Für den Zuchtstamm sollte der Hahn ganz wenig Schwarzanteil in der Halsfeder haben. Die weißen Federenden nur angedeutet, überwiegend braun. Mit den 0,1 kann man farblich alles ausgleichen. Bei den 0,1 sollte man unbedingt auf Anstieg und die richtige Federbreite achten. Die Feder sollte nicht so breit wie bei den anderen Farbenschlägen sein. Wenn die Feder zu breit ist, wirkt das weiß am Ende der Feder zu breit. Es heißt, kleine weiße Perle im schwarz am Ende der Feder. Die Züchter auf der HSS konnte diese Farbspiel sehen. Denn Lawall zeigte eine 0,1 mit vorzüglichen Rassemerkmalen in allen Bereichen nur die weißen Tupfen waren etwas zu groß. Schade! Zu solch einer 0,1 einen 1,0 anpaaren mit ganz wenig schwarz und weiß. Jedoch sollte er unter den Flügeln ein gutes Zeichnungsbild zeigen.

 

 

Schwarz-weißgescheckt: Die Züchter werden in diesem Farbenschlag durch altersbedingte Zuchtaufgabe immer weniger. Deshalb müssen wir hier wieder viel Aufbauarbeit leisten. Das geht aber nicht mit einem Zuchtstamm 1,3. Es ist das Wissen erfahrener Züchter notwendig. Zwar steht die Form an erster Stelle, jedoch sollte die Scheckung gleichmäßig verteilt sein. Durch das Einkreuzen von schwarzen Tieren haben die Züchter das tiefe Schwarz, schwarze Schnäbel, schwarze Läufe und Augenfarbe als Fehler oder starke Wünsche in den Farbenschlag geholt. Deshalb mit zwei bis drei Stämmen 1,3 als Ausgleichpaarung arbeiten. Ein Tipp von mir, aber nur für Züchter,die eine genaue Fallnestkontrolle haben und die Kükenfarbe aufschreiben und den Küken Marken einziehen. Eine 0,1 gestreift einkreuzen, aber eine 0,1 mit vielen schwarzen Federn und einer schlechten Streifung (Sperberung). Sonst hat es keinen Zweck.

 

 

Gelb-schwarzgesäumt: Der Farbenschlag schlechthin – hier gibt es die meisten Züchter und Aussteller. Auf der HSS konnte man viele Tiere sehen. Die Züchter meinen immer frisches Blut durch einkreuzen von schwarzen oder gelben Tieren zu bekommen. Dieses bringt aber erst nach 4 bis 5 Jahren und auch nur bei genauer Buchführung den gewünschten Erfolg. Es werden dann Zuchtstämme verkauft und diese wieder mit anderen Linien verpaart. So wie auf der Hauptsonderschau zu sehen. Tiere mit Gelbeinkreuzung mit wenig Saum, sehr hell aber sehr groß und würfelförmig. Die Tiere mit Schwarzeinkreuzung haben Probleme mit der Augenfarbe (schwarze Spritzer) und sind im Saum zu breit. Sie wirken dann zu schwarz da das gelb-orange Federfeld zu klein wird. Bei allen Tieren auf Rückenlänge und einen schönen festen Anstieg achten (wegen loser Rückenfeder – Vorpolster).

 

 

Gelb mit Rosenkamm: Die Tiere von Heil zeigten schöne Kopfpunkte. Ober- und Unterlinie sowie Anstieg waren in Ordnung. Die Rückenfarbe war auffällig fleckig (Haltungsbedingt, nicht so früh am Morgen oder in den Regen raus lassen). Das aber ist für die Zucht kein Problem.

 

 

Schwarz mit Rosenkamm: Hier sah man gegenüber den letzten Jahren eine starke Verbesserung. Das Schenkelgefieder war fester. Die Feder im Rücken war länger und breiter, dadurch war der Flaumanteil geringer, sehr gut! Tipp für den Züchter, seine 0,1 nicht zu oft über den Rücken fahren. Die setzen sich und zeigen Polster. Das haben die Richter gut erkannt und bewerteten die Form von Weitem (Klasse).

 

 

 

Ich hoffe, ihr Züchter könnt mit meinen Ausführungen etwas anfangen. Gut Zucht für 2022

 

Euer Zuchtwart

 

Reinhard Lawall